Autor: eigenstil

Was man dem Webdesign-Kunden immer klar machen sollte…

Soeben bei Jens Grochtdreis folgendes Zitat zur Website-Gestaltung und Konzeptionierung von Gerrit van Aaken gelesen:

Die Website ist nicht für den Betreiber des Angebotes gemacht. Und auch nicht für die ausführende Agentur. Der User muss letztlich die Website bedienen. Und ich schreibe ganz bewusst „bedienen“, nicht „erkunden“, „spielen“ oder „erleben. Und damit nähern wir uns dem Kern des großen Missverständnisses, das streng genommen schon seit Erfindung der Multimedia-CD-ROM existiert:

Der Anbieter will den User emotional beeindrucken. Der User aber scheißt auf emotionale Beeindruckung – er will schnell und einfach informiert werden.

So dogmatisch es klingen mag: Eine aufwändige äußere Form ist wertlos, wenn die dahinter liegenden Inhalte belanglos sind. Wenn die Inhalte hingegen hochinteressant sind, lenkt die äußere Form nur unnötig ab. Gute Inhalte brauchen keinen Affenzirkus zur Untermalung, sondern sind ihrer selbst Willen begehrt. Und wollen dann weiterverbreitet werden!

Notiz an mich selber: immer schön im Hinterkopf behalten und dem Kunden erklären/verständlich machen, wenn wieder irgendwelche fancy Spielereien gewünscht sind, die niemandem was bringen (außer, dass sie Eyecatcher sind, die aber auf einer informativen Webseite nur wohlüberlegt und bedingt eingesetzt werden sollten).

txt-Dateien per Konsole/Terminal zusammenfügen, zusammenfügen, zusammenfassen, mergen (ubuntu)

Um alle meine Logfiles zusammenzufassen, suchte ich soeben nach einem Befehl um das ganze mit der Konsole bzw dem Terminal zu lösen. Fündig geworden bin ich bei forum.ubuntuusers.de.

Der notwendige Befehl lautet:

cat /pfad/zu/den/dateien/schema_*.txt > /zielpfad/merge.txt

schema_*.txt ist natürlich ggfs. anzupassen, wobei das Sternchen für beliebige Buchstaben steht.

Was man mit 50$ für Kreide so alles anstellen kann…

50$ für StraßenkreideSchöne Ideen erzeugen schöne Resultate… So oder so ähnlich könnte man diese Aktion vom woostercollective bezeichnen.

Die beiden Betreiber vom erfolgreichsten Streetart-Blog aus New York haben vor einiger Zeit die folgende Frage bei Facebook gestellt:

„If I gave you $50 today, with the condition that you had to spend it on „art“, what would you do with it?“

Unter einer Menge von Antworten befand sich wohl auch die Antwort von „Che“… Er wollte für die 50$ Straßenkreide kaufen und diese dann an Kinder im Park verteilen. Was dabei herausgekommen ist, kann man sich bei Che auf der Flickr-Seite anschauen.

Meine Meinung: echt ne tolle Sache! Hat jemand Lust das mal in Berlin auszuprobieren? Dann bitte melden 🙂

(via woostercollective)

Browser-Anteile, Browser-Trends und zukünftige „Entwicklung“ (IE7, IE8) – Teil 2

Wie vor Kurzem schon beschrieben, habe ich mich in der letzten Zeit intensiv mit den Browser-Anteilen beschäftigt. In der vorherigen Auswertung habe ich leider den IE8 vergessen und war noch nicht so wirklich zufrieden mit der Analyse bzw. Regression für den Internet Explorer 7. Dies möchte ich nun an dieser Stelle kurz nachreichen.

Auch für diese Analyse gelten dieselben Vorraussetzungen, Vorüberlegungen und Anmerkungen, wie beim letzten Mal:

  • Die Daten kommen von w3schools.org und stehen daher eher für den englischsprachigen Raum, haben aber tendenziell einen durchaus repräsentativen Charakter auch für Deutschland und Europa.
  • Die Browser-Anteile hängen eindeutig von der „Zielgruppe“ ab und können somit von Webseite zu Webseite stark variieren.

Internet Explorer 8 (IE8)

Zuerst die Grafik, dann die Worte:

browser-verteilung-3
Wie man sieht, habe ich den IE8 zusammen mit den weniger stark verbreiteten Browsern in eine Grafik gelegt. Das erschien mir angesichts des „Alters“ und der Anteile als sehr sinnvoll. Was man auf jeden Fall erkennen kann, ist das der IE8-Anteil schneller wachsen wird, als Chrome (die Linie vom IE8 ist steiler als von Chrome). Wann der IE8 die anderen Browser überholt, habe ich bis jetzt noch nicht ausgerechnet, werde das aber schleunigst nachreichen.

Internet Explorer 7 (IE7)

Bei der ersten Analyse hatte ich angemerkt, das mir eine lineare Trendlinie für den IE7 nicht sinnvoll erscheint, da die Anteile mittlerweile rückläufig sind. Aufgrunddessen habe ich mich mal an eine „quadratische“ Regression gesetzt. Das Ergebnis dieser Analyse finde ich wesentlich besser:

browser-verteilung-ie71

Die Kreise sind die tatsächlichen Beobachtungen bei w3schools.org, die Linie ist die Vorhersage bzw. Analyse. Wie man sieht, ist der IE7 auf dem absteigenden Ast (Zeitpunkt 39 ist April 2009). Allerdings repräsentiert die Kurve (insbesondere ab Zeitpunkt 28/29) nicht mehr sonderlich befriedigend die Beobachtungen. Die Abwärtsbewegung scheint mir zu schwach, bzw. die Breite der Kurve zu groß. Nichtsdestotrotz sieht man – wie erwähnt – deutlich die Abwärtsbewegung in der wir uns derzeit befinden.

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Genauigkeit, wäre die Splittung der Daten. Hier würde sich meines Erachtens der Zeitpunkt 28 oder 29 anbieten. Danach ist es mit Sicherheit nicht falsch, wieder einen linearen Zusammenhang zu unterstellen. Eine schicke Grafik muss ich allerdings an dieser Stelle noch schuldig bleiben.

Link zur ersten Analyse

browser-anteile, browser-trends und „zukünftige entwicklung“ (IE7, IE6, Opera, Safari & Chrome)

Die Google-Bildersuche und der „Araber“

google-bildsuche-und-der-araber Es ist doch echt verwunderlich, was man als erstes Suchergebnis bei googles Bildersuche findet, wenn man nach „Araber“ sucht. 🙂

Besonders interessant daran finde ich, dass die Suchergebnisse der nächsten 5 Seiten fast ausschließlich aus Pferde-Bildern bestehen und nur vereinzelt von Personen-Bildern unterbrochen wird. Diese sind dann in der Regel „normale“ Fotos.

Drauf gestoßen bin ich, weil mich Carsten gestern darauf hingewiesen hat.

Stylische custom-made Tagwolke bzw. Wortwolke (wordle.net)

wordle.net bietet einem den Service, sich eine Wortwolke aus einem RSS-Feed, einem del.icio.us-Account oder Text erstellen zu lassen. Bei der Generierung aus dem RSS-Feed scant er einfach alle Posts und sucht die am häufigsten verwendeten Wörter raus.

Ich habe mal meinen del.icio.us-Account da reingeschmissen und herausgekommen ist dieses wunderbare Gebilde:

tag-wolke-wordlenet

Man kann sogar zwischen verschiedenen Schriftarten, Farben und der Anordnung der Wörter (z.B. horizontal, vertikal oder beides) wählen. Nettes Tool auf jeden Fall.

(via designtagebuch.de)

opera 10 beta – test

gerade eben auf dem rückweg von der uni habe ich bei golem folgendes gelesen:

Opera hat eine neue Vorabversion von Opera 10 veröffentlicht.

die musste ich natürlich sofort runterladen und ausprobieren.

direkt nach dem neustarten bietet sich ein neues bild, dass ich echt schick finde. die schaltflächen und auch das gesamte farbschema sind nun mehr in dezentem blau und grau gehalten. im gegensatz zur früheren version fällt dies besonders auf, da dort eher schwarz bzw. sehr dunkle farben das bild bestimmten.

neben der „grafischen“ veränderung haben sich auch beim browsen ein paar dinge getan. natürlich wurde die presto-engine noch weiter verbessert und der acid3-test wird mit 100 punkten bestanden (das war allerdings vorher auch schon so).

opera-10-betadie wohl gravierendste – und in meinen augen tollste – neuerung stellen die vorschaubildchen der offenen tabs dar. auf dem screenshot kann man erkennen, dass das browsen dadurch noch einfacher wird. man sieht direkt den inhalt und hat so einen perfekten überblick über die momentan geöffneten tabs und webseiten. das finde ich echt richtig klasse! super, bravo und ein dickes schulterklopfen geht an die opera-entwickler!

ein kleiner hinweis in dieser sache: das mit den vorschaubildchen ist bei opera nicht neu. in der aktuellen stable-version (9.64) und auch in älteren releases ist so ein feature integriert. allerdings muss man dazu mit der maus über die tab-titel drüberfahren, dann blendet sich mit einer kurzen verzögerung ein „screenshot“ des tabs ein. dieses feature habe ich nie genutzt, weil die verzögerung meines erachtens zu groß war. das war irgendwie nicht praktikabel – genauso wie bei windows vista mit den vorschaubildchen bei mouseover in der taskleiste.

außerdem gibt es im zuge der „design-reform“ auch noch neue icons (designer: john hicks). die sehen eigentlich auch ganz nett aus. mir sind sie dennoch ein wenig zu „bunt“, obwohl sie echt sehr dezent eingefärbt sind. hier mal zum direkten vergleich:

opera-icons-vergleich

alles in allem finde ich das farbkonzept aber sehr gelungen und stimmig. es wirkt absolut nicht aufdringlich. achja: wem das alles nicht gefällt, kann natürlich wieder 1000 verschiedene skins installieren und ausprobieren.

fazit

wie man vielleicht merkt, bin ich vollkommen begeistert vom neuen opera! die ganze welt sollte damit surfen und nicht mit dem firefox 🙂 selbst schuld, wer es nicht wenigstens mal ausprobiert.